Ein Jahrhundert ist es her, das Firmengründer August Hellmann mit Handwagen und Besen durch die Osnabrücker Innenstadt zog, um Gehwege zu reinigen. Heute wäre er sicher stolz, dass die Geschichte unseres inzwischen zur OHG umgewandelten Familienbetriebs durch die vierte Generation mitgelenkt wird.

Die Gründung der Firma Fußwegreinigung Hellmann erfolgte 1910. Seinerzeit hatte August Hellmann an der Goldstraße einen Droschken-Betrieb, der durch die Einführung der Osnabrücker Straßenbahn 1906 leider insolvent wurde. Doch statt zu resignieren, sattelte er um und entsannte seine Männer von hier (ab 1920 vom Johannistorwall) zur Gehwegreinigung in die Innenstadt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahmen die Söhne Hans und Heinrich Hellmann, bzw. deren Ehefrauen Marta und Luise den Betrieb und teilten die Bezirke säuberlich untereinander auf. Operiert wurde nun aus der Loh- und Rudolfstraße. Wichtige Grenzen, der nicht selten mit speziellen Geschäftsfahrrädern erledigten Aufträge, bildeten lange Zeit die Martinistaße und der Neue Graben.

“Ende der 50er Jahre wurden die ersten Einachser angeschafft. Mitte der 60er folgte der erste Trecker und Anfang der 70er dann Laubsauger und die ersten Maschinen mit Kabinen”; erinnert sich Hans-Jürgen Hellmann, der den Bertieb 1977 von seinem Bruder Richard übernahm. 1999 kaufte er Letzterem seinen Anteil ab und sagte dem stetig steigendem Schmutzaufkommen nach dem aus Altersgründen erfolgtem Ausstieg seiner Mutter ab 2005 als alleiniger Inhaber den Kampf an.

“Zirka 40 Prozent der von Privatkunden und Wohnungsbaugesellschaften erteilten Aufträge erfolgen bis heute manuell und von Hand”, erklärt der Chef, der im Winter auch schon mal selbst im Außendienst tätig ist. Zahlreiche Mitarbeiter stehen heute in Lohn und Brot durch unserem Familienbetrieb. Auch seine Ehefrau Ulrike Hellmann leitet im Innendienst heute die Geschicke an der Natruper Straße 57, wo derzeit die Firmenzentrale liegt.

Das Depot des Unternehmens befindet sich dagegen an der Herforder Straße 5. Da einige Räumungsfahrzeuge nicht schneller als 20, beziehungsweise 40 km/h sind, macht es keinen Sinn diese weit außerhalb unterzubringen. Ein Wohngebiet kommt wegen entstehender Lärmbelästigung durch Verladetätigkeiten auch nicht in Frage. Der Standort Fledder ist daher optimal gewählt.

In vierter Generation wurde 2010 die Tochter von Hans-Jürgen Hellmann in die Geschäftsführung berufen, die seither unseren Betrieb mit leitet.